Gemeinde

…entstand einst aus Klosterknechten und Leibeigenen, die sich seit dem 11. Jahrhundert um das St. Andreaskloster angesiedelt hatten. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich Neuenberg (im 14. Jahrhundert "Nüwenberge" genannt) zu einem kleinen Bauerndorf jenseits der Fulda. Am 1. April 1939 wurde das Dorf in die Stadt Fulda eingemeindet. Pfarreilich gehörte es bis dahin zur Dompfarrei. In demselben Jahr wurde es Kuratie. Mit dem Kuratus Dr. Josef Wahl zog am 1. September 1939 der erste selbständige Seelsorger im Neuenberg ein und hatte auch dort seinen Wohnsitz. Von 1946 bis 1989 betreuten Pallottinerpatres die Gemeinde. In diese Zeit fällt auch die Erhebung der Kuratie zur Pfarrei (1. Januar 1962).

 

Besondere Ereignisse in der Entwicklung der Pfarrei waren:

 

1938 die Ansiedlung der Dorfbewohner von Dalherda (Rhön), die ihre Heimat verlassen mussten, weil der Truppenübungsplatz Wildflecken eingerichtet wurde. Mit den Dalherdaern zog zum ersten Mal in der Geschichte des Neuenbergs eine größere Gruppe von protestantischen Christen in unseren Ort. Eine evangelische Kirche (Kreuzkirche) wurde am Rande unserer Gemeinde errichtet. Es besteht gute Nachbarschaft zwischen den Christen beider Konfessionen, wie es vielerlei ökumenische Initiativen erweisen.

 

1994 verließen die Amerikanischen Soldaten Fulda. Die Kaserne (Downs Barracks) und der größte Teil der Soldatenunterkünfte befanden sich auf dem Territorium unserer Gemeinde. Diese Häuser werden jetzt von einer großen Zahl zugezogener Familien oder Einzelpersonen bewohnt. Innerhalb von drei Jahren hat sich dadurch das Gesicht unserer Gemeinde völlig verändert. Die kleine Grundschule (Bardoschule) ist von 80 auf 1000 Schüler angewachsen, ein neuer Kindergarten musste eingerichtet werden. Schließlich wurde der Flugplatz der US-Truppen zum Neubaugebiet, auf dem z.Zt. Häuser für ca. 3000 neue Bewohner errichtet werden. Auch hier entstand neben einem neuen Kindergarten eine Grundschule. Zum ersten Mal seit Bestehen der Gemeinde Neuenberg ist der Bevölkerungsanteil der Katholiken unter 50% gesunken.

 

Was unsere Gemeinde weiterhin prägt, sind folgende Einrichtungen:

 

Antoniusheim und Caritaswohnheim mit Werkstätten für Behinderte;

 

Bonifatiushaus, das Bildungshaus der Diözese Fulda;

 

Fuldaer Feuerwehrzentrale und Deutsches Feuerwehrmuseum;

 

Katastrophenschutzzentrum und ärztlicher Notdienst.

 

Ansonsten ist die St. Andreasgemeinde ein reines Wohngebiet. Es gibt hier nur wenige Geschäfte und keine Banken. Der Neuenberg ist somit das ruhigste Stadtviertel von Fulda.